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Theodor / Press

“Die beiden US-Wissenschaftler Joshua M. Pearce und David C. Denkenberger haben die Folgen eines Atomkriegs für ein Land umfassend analysiert. Die Forscher stellten sich die Frage, welche Menge Atomwaffen ein Staat einsetzen könnte, ohne zu hohe Schäden selber erleiden zu müssen. Ein fiktiver „nukleare Winter“ bildete die Grundlage für die Studie, der durch gewaltige Staubmengen und Rußpartikel brennender Städte entsteht. Auf der ganzen Welt existieren über 10.000 Atomwaffen und die Gefahr eines neuen Kalten Kriegs ist leider gestiegen.”

Andreas Krämer - US-Wissenschaftler analysieren Folgen eines Atomkriegs

“Von den zwei Forschern sind die Konsequenzen eines US-Atomschlags auf China mit 7000, 1000 und 100 Atombomben ausgerechnet worden. Die Wissenschaftler rechneten in ihrer Analyse mit keinem Gegenangriff, ebenso gingen sie von einer strengen Rationierung und effektiven Lebensmittelverteilung aus. Lebensmittelunruhen, eine weniger effektive Verteilung und die Auswirkungen eines nuklearen Fallouts sind in ihrer Berechnung nicht berücksichtigt worden. Das Ergebnis fiel für die Forscher überraschend aus, denn selbst bei einem Atomschlag mit 100 Atombomben gelangten rund sieben Millionen Tonnen Ruß in die Erdatmosphäre. Als Folge käme es zu einer enormen Abkühlung der Erde, die selbst das „Jahr ohne Sommer“ übertreffen würde. Die Ozonschicht würde teilweise verschwinden und sich der regnerische Niederschlag verringern.”

Ergebnis der Studie

“Laut den Wissenschaftlern könnten sich die Vereinigten Staaten von Amerika durch ihre großen Agrarflächen und Ressourcen vor den dramatischen klimatischen Veränderungen des eigenen Atomwaffenbestands schützen. Ihre Vermutung stellte sich allerdings als verkehrt heraus, denn nach ihren Zahlen würden rund 150.000 Menschen das Leben verlieren, wenn die USA tausend Atombomben einsetzen sollten.”

Ergebnis der Studie - Teil 2

“Wenn es zu einem Atomschlag mit 100 Atombomben kommen sollte, käme es zu keinem Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung. Beim Einsatz einer höheren Anzahl atomarer Bomben würden die Schäden stärker ausfallen als die Abschreckungskapazität. Wie die Forscher erklärten, sei es nicht sinnvoll, über 100 Atombomben zu unterhalten. Das Resultat bei anderen Ländern sah im Szenario mit der genannten Anzahl Atombomben sehr düster aus, die kaum dazu in der Lage wären, ihre Bürger ausreichend zu ernähren. Es sollte nach dem Studienergebnis auf dem gesamten Globus nur 900 Atombomben geben, die von neun Atomstaaten unterhalten werden.”

Folgen eines kleinen Atomangriffs

“Ein Atomkrieg wäre basierend auf der Analyse eine unkluge Idee und einfach nur verrückt, weil dies Millionen Menschenleben und Schäden in Milliardenhöhe verursachen würde. Die USA haben kürzlich mit einer Kündigung des INF-Vertrags gedroht, da Russland nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump gegen den Vertrag verstoßen habe. Russland soll neue landgestützte Marschflugkörper mit 2600 Kilometer Reichweite hergestellt haben und dies verstoße gegen den INF-Vertrag. Die Entwicklung von Drohnen durch die USA, die mit Raketen bewaffnet werden können, verstößt nach Meinung des russischen Präsidenten Wladimir Putin ebenfalls gegen die vertragliche Vereinbarung. Bei einem Atomkrieg zwischen den USA und Russland wäre Mitteleuropa unmittelbar betroffen. Als direkte Folge käme es zu Unruhen, Lebensmittelknappheit, verheerenden Zerstörungen, Millionen Opfern und wirtschaftlichen Milliardenschäden.”

Atomkrieg - Eine unkluge Idee

“Nur eine besonnene Diplomatie der US-Regierung und Russland kann einen drohenden Nuklearkonflikt verhindern. Momentan scheint eine derartige Auseinandersetzung gebannt zu sein, auch wenn ein gewisses Risiko bestehen bleibt. Bedenklich ist die Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals. Die Modernisierungskosten wer-den sich bis 2026 auf 400 Milliarden US-Dollar belaufen. Zur Zeit gibt es mit den Ländern Russland, Großbritannien, USA, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea neun Atommächte, die rund 15.000 Atomsprengköpfe besitzen. Eine Aufgabe ihrer Atomwaffen plant keines der genannten Länder und ist eine unerfreuliche Nachricht für die Welt.”