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RFID Blocker / Press

“Wie sieht die Landwirtschaft von morgen aus? Der Bauer sitzt gemütlich in der Stube und schaut auf den Bildschirm seines Computers. Dort kann er nach dem Rechten sehen, auf dem Acker ebenso wie auch im Stall. Geht es den Kühen und Schweinen gut? Wie sieht es mit der Wasserversorgung auf dem Weizenfeld aus und bekommen die Kartoffeln oder die Weinreben auch genug Sonne? Das, was sich wie ferne Zukunftsmusik anhört, ist heute in weiten Teilen schon Realität geworden, und zwar Dank RFID.”

RFID als Helfer in der Landwirtschaft

“RFID steht für Radio Frequenz Identifikation, ein System, um Informationen kabellos zu übertragen. Das geschieht durch kleine sogenannte Transponder oder RFID Tags, die in ihrer einfachsten Form zu einer sicheren Identifizierung von Produkten und Lebewesen dienen. Sensoren, die mit den Tags verbunden sind, messen unter anderem den Druck, die Temperatur oder auch die Feuchtigkeit im aktuellen Zustand, beispielsweise auf dem Feld oder im Stall. Mittels Tags und Sensoren, die keine Batterie und keinen Strom brauchen, lässt sich die Temperatur in der Kühlkette vom Erzeuger bis hin zum Verbraucher lückenlos aufzeichnen. Das ist für die Milchwirtschaft von großer Bedeutung. Kommt der Tankwagen in der Molkerei an, erfasst ein Lesegerät alle relevanten Daten über Herkunft und Temperatur der Milch der jeweiligen Charge und ermöglicht so eine komplette Dokumentation.”

Ein intelligentes System

“Damit das intelligente System im Stall eine Hilfe sein kann, braucht es vier Komponenten. Einen RFID Transponder mit den programmierten Daten sowie eine Antenne und ein Lesegerät, entweder mobil oder stationär, das ebenfalls mit einer Antenne ausgestattet ist. Die Empfangsweite der Tags ist allerdings begrenzt, sodass immer mehrere Lesegeräte notwendig sind, die sich zu einem Netzwerk verbinden.”

Welche Voraussetzungen gibt es?

“In der Kälber- oder Schweinezucht ist RFID im Stall keine Neuheit mehr, denn schon heute tragen die Tiere Tags in den Marken im Ohr. Es ist zudem möglich, Tags in die Blutbahn der Tiere zu schießen, um so permanent den Blutdruck zu messen. Eine neue Studie erforscht mittels Tags in der Blutbahn von Kühen alle zwei Minuten den pH-Wert. Zudem kann die Temperatur im Pansen der Tiere gemessen werden. Auch die Fütterung lässt sich schon heute wunderbar über RFID steuern. Die perfekte Zusammenstellung des Futters verhindert Übersäuerung und der Landwirt kann genau kontrollieren, welches Tier wie viel gefressen hat. Mit der Hilfe von RFID lässt sich mittlerweile sogar die Fruchtbarkeit von Kühen steuern. Die Kuh muss einmalig einen sogenannten Bolus schlucken, der im Pansen verbleibt. Dort werden alle wichtigen Daten gesammelt, die der Landwirt dann bei Bedarf abrufen kann.”

Wie viel RFID gibt es bereits im Stall?

“In der Landwirtschaft hat die Zukunft schon heute begonnen. Dank RFID-Technik muss sich der Bauer von heute nicht mehr so viel Arbeit machen und kann bessere Erträge erzielen. In der Viehzucht, aber auch bei der Bestellung der Felder leisten die kleinen Tags mit ihren Sensoren hervorragende Arbeit. Der Landwirt kann genau sehen, wie viel Milch eine Kuh am Tag gibt und wie viel Kraftfutter sie frisst. So ist es deutlich einfacher zu erkennen, ob die Kuh noch die gewünschte Leistung bringt oder ob sie „in Rente“ gehen kann.”