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gitarre / Press

“Wer eine gute Konzertgitarre kaufen möchte, sollte sich zuerst darüber informieren, welches Klangholz oder Tonholz für den Bau verwendet wurde. Nicht jedes Holz kommt für den Bau von Gitarren infrage. Es sind ganz besondere Holzarten, die sich für den Bau von Instrumenten eignen. Der Baum muss möglichst gerade gewachsen sein, er sollte wenig Äste haben und seine Schallgeschwindigkeit muss sehr hoch sein. Klangholz lagert viele Jahre lang und muss an der Luft trocknen, nur so ist es möglich, Spannungen im Holz abzubauen.”

Welche Hölzer sind für den Gitarrenbau die beste Wahl?

“Ahorn ist für eine gute Konzertgitarre die erste Wahl. Das Holz sorgt für einen klaren und stets transparenten Sound mit gut ausgebildeten Höhen und Bässen. Da Ahorn ein sehr festes Holz ist, ist es auch für die Fertigung von Gitarrenhälsen und Griffbrettern perfekt. Handelt es sich um eine Akustik-Gitarre, verwenden die Instrumentenbauer für die Fertigung auch gerne die Decken von Flattop-Gitarren. Aus Mittelamerika kommt Cocobolo, ein Holz, das dem Palisander sehr ähnlich ist. Da es beim Klang dem legendären Rio-Palisander sehr ähnelt, erfreut es sich beim Bau von erstklassigen Gitarren großer Beliebtheit. Außergewöhnlich dicht und fest ist auch Ebenholz oder Ebony. Da das Holz extrem teuer ist, kommt es nur für Gitarren infrage, bei denen der Preis keine Rolle spielt. Vor allem Jazz-Gitarren sind gerne aus Ebenholz, das sich auch zur Herstellung der Griffbretter eignet.”

Von Ahorn bis Ebenholz

“Bei Gitarrenbauern sind auch heimische Hölzer wie die Fichte begehrt. Sie wird besonders gerne für Herstellung von Akustik-Gitarren genommen. Das Holz gibt dem Instrument einen warmen, aber immer durchsetzungsstarken Ton. Das Holz der Zeder ist im Vergleich zum Fichtenholz weicher und elastischer. Das sorgt für einen sonoren Ton, der härter, lauter und direkter, aber auch grober klingt. Der Besitzer einer Gitarre aus Zedernholz muss sein Instrument nicht einspielen. Bei einer Gitarre aus Fichtenholz ist das unerlässlich. Rund 100 Spielstunden reichen bei einer Gitarre aus Zeder aus, dann hat sich der Ton entwickelt und ist vollkommen ausgereift.”

Fichte und Zeder

“Der Koa-Baum steht auf Hawaii und kann unter anderem durch seine intensive Maserung beeindrucken. Ursprünglich diente das Holz zum Bau von Ukulelen, erst im 20. Jahrhundert haben Instrumentenbauer das außergewöhnliche Holz für den Bau von Gitarren entdeckt. Koa liefert einen immer klaren und transparenten Ton mit stark ausgeprägten Mitten. In den letzten Jahren hat sich auch die Walnuss als Holz für den Gitarrenbau einen guten Namen gemacht. Die schöne Farbe, der ausgewogene Ton mit den eher dezenten Bässen und den zarten Höhen macht das Walnussholz ideal für Konzertgitarren.”

Walnuss und Koa

“Esche und Palisander, Lacewood und Mahagoni, heimische Hölzer oder Hölzer aus den Tropen – Gitarrenbauer haben die große Auswahl, wenn es um das richtige Holz für ihr Instrument geht. Auch für einen Anfänger, der seine erste Gitarre kauft, ist es wichtig, beim Kauf auf das richtige Holz zu achten. Es ist das Holz, das für den guten Klang des Instruments zuständig ist. Wer sich für ein preiswertes Instrument entscheidet, was aus mehreren Hölzern zusammengeleimt wurde, der wird diesen Kauf schnell bereuen. Diese Gitarren klingen alles andere als gut.”